Schüler

Finnland - Das Land der tausend Seen

Letzte Runde unseres Finnland-Austauschs 2015/2016: Vom 11. bis zum 23. März waren die deutschen Austauschschüler zu ihren finnischen Gastgeschwistern nach Kokkola/Karleby geflogen. Kokkola ist hierbei der finnische Name der Stadt, Karleby heißt sie bei den dort ansässigen Schweden.
Zwischen dem Svenska Gymnasium Kokkola, einem schwedischen Gymnasium, und unserer Schule findet alle zwei Jahre ein Schüleraustausch statt. Jonas Ohlrogge, Carolin Zunker und Annika Kuchenbecker aus den 10. Klassen, Chiara Mauch, Sophie Fertyk, Isabel Faust und Ria Tiede aus den 11. sowie Herr Schmidt hatten einen unglaublichen Aufenthalt und berichten jetzt über das Abenteuer, das sie im Norden Europas erlebten.


Was habt ihr alles erlebt in Finnland? Was ist besonders unterschiedlich im Vergleich zu Deutsch¬land? Wie waren die Praktika ohne irgendwelche Kenntnisse der Sprache in diesem Land? Wie waren die Gastfamilien der finnischen „Geschwister“? – Fragen, die nach so einer erlebnisvollen Reise natürlich nicht ausbleiben!
Verständigen konnten sich die Schüler super auf Englisch, aber auch Deutsch wurde ab und an in den Familien gesprochen. Alle waren in schwedischen Familien untergrebracht. Schweden in Finnland? Ja! Früher kamen Schweden über das Meer nach Finnland und siedelten sich an der Küste an. Heute sind 6% der Einwohner Finnlands Schweden und 3% Russen. Deswegen spricht ein Teil Schwedisch. Viele Leute lernen aber auch Deutsch als Fremdsprache, deshalb konnte man es auch notfalls mit der Muttersprache versuchen!


Eines der Dinge, die die Robert-Stock-Schüler besonders an Finnland schätzen, ist die Freundlich¬keit der Menschen dort! Die Gastfamilien waren unglaublich offen, hilfsbereit und liebevoll und behandelten die Austauschschüler fast wie ein richtiges Familienmitglied! Man musste nicht fragen, ob man sich etwas aus dem Kühlschrank nehmen dürfe. Man musste nicht fragen, ob man noch bis spät zu einem Freund oder einer Freundin gehen dürfe. Oder man äußerte den Wunsch, einmal Rentierfleisch zu probieren, und am nächsten Tag stand es zum Mittag auf dem Tisch. Es wurde alles erlaubt, alles unternommen, alles möglich gemacht um ein unvergessliches Erlebnis aus diesem kurzen Aufenthalt zu machen. Nicht nur für die Deutschen, auch für die Finnen war die Zeit eine Bereicherung. „Auch die Menschen, die man im Supermarkt oder bei der Arbeit im Praktikum traf, waren genauso freundlich, offen und herzlich“, erzählten die deutschen Besucher.


Ski- und Schlittenfahren, Schlittschuhlaufen, Eishockey und Spaziergänge auf der zugefrorenen Ostsee gehen durften natürlich nicht fehlen! Außerdem wurde geschildert: „Das Wetter war wunder¬bar für all diese Arten von typisch finnischem Wintersport – kalt aber sonnig. Gefühlt jeden Tag ging es auch in die Sauna. Jeder „echte“ Finne hatte mindestens eine Sauna im Haus.“ Und dann natürlich das Eisbaden: Ohne die Sauna nebenbei hätte das wohl viel schwieriger ausgesehen. So aber trauten sich die Deutschen viermal ins Eisloch – eines der Erlebnisse, die sie so schnell nicht vergessen werden.
Am letzten Tag des Besuchs in Finnland besuchten die Hagenower die schwedische Schule und waren auch in einigen Unterrichtsstunden. Außerdem wurden sie dem ganzen Gymnasium, unter Leitung und ein paar netten Fragen des Direktors, vorgestellt. Ein kleines Abschiedsgeschenk und Andenken der Schule, sowie ein Live-Konzert der Schulband wurden extra für die deutschen Aus-tauschschüler organisiert. Am Abend hatte die Schule zu einem letzten gemeinsamen Abendessen im mexikanischen Restaurant in der Innenstadt eingeladen.


So viel wurde erlebt und mit vollem Enthusiasmus von der Gruppe berichtet. Sie hatte eine wunderschöne Reise mit tollen Eindrücken, neuem Wissen und gefestigten Beziehungen!