3. November 2019

Zwischen Wäldern, Seen und Wanderwegen – Klassenfahrt der siebten Klassen nach Waren Müritz

In der Projektwoche hieß es für die siebten Klassen des Robert-Stock-Gymnasiums vom 14.10. -17.10.19 auf ins Abenteuer Klassenfahrt nach Waren an der Müritz. Aufgeregt und voller Spannung kamen wir am 14.10. gegen Mittag an. Unsere Unterkunft lag direkt am See, mit Blick auf dahintergelegene Wälder. Die ersten Schüler liefen bereits ausgehungert zum Mittagsbuffet und ließen sich die Nudeln mit Bolognese schmecken. Eine erste Hürde gab es dann schon beim Betten beziehen. Die Jugendherberge hatte aber auch einfach merkwürdige Bettwäsche, die einfach nicht auf Matratze und Kissen passen wollte…

Viel Zeit zum Ausruhen blieb allerdings nicht, schließlich sollte die Stadt erkundet werden. Wie gelingt dies besser als bei einer Stadtrallye? Ob die ein oder anderen die Zeit vielleicht zum Shoppen genutzt haben?

Nach dem Abendbrot wurden die Wanderschuhe geschnürt und die Rucksäcke auf den Rücken geschnallt. Eine Nachtwanderung stand an. Hier erlebten wir alle eine Überraschung. Die Wanderroute verwandelte sich nämlich plötzlich in einen abenteuerlichen Dschungel, sodass wir über sumpfartige Pfade stapften, über Baustämme kletterten und durch hohes Gras pirschten. Vom See, den wir eigentlich umwandern wollten, fehlte jede pur. In dem stockfinsteren Wald hatten wir nur die Handytaschenlampen, die uns den Weg leuchteten. Ein Hoch auf die Akkus! Aber auch der Mond gab sein bestes und wies uns leuchtend den Weg zurück zur Straße. Eine Nachtwanderung im düsteren Wald bei Mondschein. Was gibt es Schöneres? Wenn uns doch nur das GPS nicht im Stich gelassen hätte….                                                                                                                          So wurden aus 6 km ganz schnell 12 km.

Völlig erschöpft und ausgepowert fielen zurück in der Jugendherberge alle schnell in den Schlaf – einige sogar mit Kleidung und Schuhen. Und es wurde ganz still auf den Fluren…

Diese Stille hielt aber nicht lange an. Kaum war die herrliche Sonne am nächsten Morgen aufgegangen, gab es weitere Action. Während die eine Hälfte der Schüler bei strahlendem Sonnenschein eine Draisinenfahrt machte – vorbei an Feldern, Wiesen und Vorgärten, durch Wälder mit herbstgoldenen Blättern hindurch – trat der Rast eine Wandertour zum Nationalpark an. Verlassene Straßen entlang und über Berghänge hinüber, erreichten wir den Streichelzoo. Die vielen Babykaninchen, Ponys, Ziegen und Meerschweinchen waren den Weg wert. Am Nachmittag konnte sich dann bei herrlichem Wetter bei der Bootstour entspannt werden. Abends ging es noch auf einen Abenteuerspielplatz, wo der ein oder andere sein Können auf den Spielgeräten unter Beweis stellte.

Am nächsten Tag wurde dann getauscht. Die Draisinenfahrt bei strahlendem Sonnenschein fiel jedoch im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser. Nach anfänglich leichtem Nieseln, überraschte uns dann mitten während der Fahrt ein heftiger Regenguss. Da blieb keiner mehr trocken. Der Spaß ging uns aber auch dabei nicht verloren – den blauen Säcken, die sich viele überstülpten, sei Dank! Anschließend konnten alle Klassen ihren Zusammenhalt bei Klassenspielen in der Jugendherberge unter Beweis stellen.

Am Donnerstag ging es für alle schon wieder zurück. Vorher hieß es aber noch Betten abziehen und Zimmer reinigen. Kein Problem für unsere siebten Klassen.

Alles in allem hatten wir eine herrliche Klassenfahrt, die es allen Klassen ermöglichte, stärker zusammenzuwachsen, sich näher kennenzulernen und miteinander auszukommen, die ersten Geheimnisse mit zuvor noch völlig Fremden auszutauschen und einmal selbst für sich verantwortlich zu sein. Neue Freundschaften haben sich ergeben, alte sind noch stärker geworden.

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